Freitag, 7. August 2020

Times, they are a-changeing

 Morgen ändert sich alles. Mal wieder. Nur noch ein paar Stunden. Eigentlich bin ich noch gar nicht bereit. Ich möchte mein Kleinkind noch stundenlang kuscheln und meinen Babyjungen nochmal stillen. Ich bin noch nicht bereit, eine Schulkindmama zu sein. Nur noch ein einziges Mal, dann lasse ich dich flügge werden, mein Wunder. Gleich. 

Dann schaue ich in das schmale, gar nicht mehr babyhafte, wunderschöne Gesicht und bin so stolz auf meinen großen Jungen. Nur noch einmal drücken, dann wieder ein Stückchen los lassen. 

Rock die Schule, wie du bisher alles aufgemischt hast, mein Sohn 💜

Donnerstag, 4. Juni 2020

I want to break free

Es lockert überall und drei Monate gleichzeitig Kinder bespaßen und Arbeiten sind rum. Wir sind noch immer eine Familie und das war im Prinzip das Ziel.
Ob und wie stark die Kids das Ganze mitgenommen hat und noch mitnimmt, das werde ich wohl in ein paar Jahren merken.
Noch zerreißt die teilweise vorhandene Betreuung die mühsam hingeflickte Routine mehr als sie entlastet, aber ein klein wenig mehr altes Leben ist viel wichtiger als das bißchen Arbeit/Haushalt/Rest der Welt. Wirklich. Sie mussten so viel zurückstecken und sich x-mal am Tag wegschicken und nicht-jetzt-anmaulen lassen, dass es mir schon im Herzen weh getan hat.
Hoffen wir mal inständig, dass die ganzen Primaten da draußen, die sich schlechter als meine fast Vierjährige an ein paar einfach Regeln halten können, diese winzig kleine Quelle normales Leben nicht gleich wieder ruinieren, weil Party machen ja wichtiger als Menschenleben schützen und allen Freiraum erhalten ist. Es macht mich so wütend.
Die Fragen, die so berechtigten Fragen meines Sohnes, warum nicht alle vernünftig sind, damit er sich noch von der Kita verabschieden und wirklich eingeschult werden kannt, kann ich kaum guten Gewissens beantworten. Da stehen wir nun, mittem im Sturm und sind so dankbar, dass bisher alle gesund geblieben sind, die uns nahe stehen und schauen zu, wie die Welt teilweise so tut, als wäre nie was gewesen. Wenn wenigstens die Einschulung nicht traumatisch, sondern einigermaßen "normal" wird, dann kann ich vielleicht so laaaaaangsam daran glauben, dass irgendwann alles gut wird.
Vielleicht.

Seid tapfer in dieser komischen Zeit, ich denk an euch alle, auch wenn ich mich wenig bis gar nicht melde. Denn jetzt kommt der Sommer und im Sommer wird ja bekanntlich immer alles besser. Irgendwie.

Dienstag, 17. Dezember 2019

Waiting for you

Advent, Advent...Lichter und Plätzchenduft und leuchtende Kinderaugen und Streit und Stress und ganz viel Zen.
Die Welt hat sich weitergedreht, wir sind arbeitsmäßig endlich bei Montag bis Freitag und tatsächlich interessanter Arbeit angekommen. Alles wird wie gehabt gut.
Die Wackelzahnpubertät und die Maximalautonomiephase brauchen alle meine Nerven auf und wir fahren Gefühlsachterbahn durch den alltäglichen Wahnsinn.
Das viele Dunkel zieht uns runter aber dem nachgeben kommt selbstredend nicht in die Tüte.
Nach fast sechs Jahren und einem letzten Streifzug durch die alten Klamotten stellte ich fest, dass die erbeuteten Pullover noch immer nach ihr riechen. Die Trauer ist sehr präsent dieser Tage.

So verbleibe ich dieses Jahr mit dem Wunsch einer glitzerfreudigen, turbulenten, lebendigen und kuschligen Weihnachtszeit für alle.
Rutscht gut in die neuen wilden Zwanziger :)

Freitag, 31. Mai 2019

You hurt me

Sommer, Sonne Sonnenschein ... und ne blockierte Schulter und zwei fiebernde Kinder...was kann schöner sein? Mehr alte Ärztesongs braucht das Leben.
Der ewige Kampf um Teilzeit zu vertretbaren Zeiten und der freie Tag der Vier Tage Woche nicht immer ganz zufällig am Feiertag geht in die nächste Runde, gleich dann, wenn ich meinen linken Arm wieder benutzen und die Kinder wieder in die Kita bringen kann. Aber für dumm verkaufen lasse ich mich nicht, auch wenn sich der Aufwand eigentlich nicht lohnt, aber das geht mir gegen den Strich. Ich hasse Ungerechtigkeit nun mal.

Nach Feierabend bin ich indes immer wieder ganz verblüfft, es gibt immer häufiger einfach ein „ ok“ oder „ dann mache ich das nicht, ist gut, Mama“ Ich stehe jedes Mal da wie vom Donner gerührt. Wie jetzt ok? einfach so? Wo ist mein Diskutier hin? ( Diskutier, das. Diskutiert einfach alles des Diskutierens wegen). Ist das die magische 5? Ist das gar Vernunft? Sollte ich doch etwas richtig gemacht haben? Sind sie doch keine Tyrannen?
Genießen und unbedingt schweigen, damit das Diskutier nicht zurück kehrt.
Bald ist alles babymässige endgültig weg und ein Teil von mir schreit nach Babynachschub, während mein Verstand genervt die Augen verdreht und die Hormone in ihre Schranken weist. Nochmal Babyjahre würden mich vermutlich endgültig um den Verstand bringen. Aber Babys riechen so gut und brauchen einen ständig und schlafen viel. Außer meine, die schliefen nur häppchenweise und erst nach zwei Jahren mal länger als zwei Stunden am Stück. Ich fürchte, mein Verstand gewinnt. Familienplanung abgeschlossen. Double Trouble ist ganz genau richtig und genug.



Donnerstag, 28. März 2019

Do or die

Wir heilen. Keine Ahnung, warum, als wäre ein Schalter umgelegt worden. Es ist immer noch sehr stressig und viel und ständig Druck- aber es ist ok, es macht mich nicht mehr fertig. Auch die Trauer fängt an, sich ok anzufühlen, wie ein Teil von mir, der da ist und weh tut aber eben zu mir gehört. Es ist einfach ok, wie es ist.
Es ist ok, wenn der Haushalt grenzwertig aussieht. Es ist ok, nichts ausser gesund zu werden zu schaffen. Es ist ok, weniger Stunden Arbeit zu schaffen. Ich bin keine Maschine und auch das ist plötzlich ok.
Vielleicht versöhne ich mich langsam mit mir. Vielleicht werde ich auch einfach alt.
Was immer es ist, es ist nicht länger dieser endlose Tunnel, der sich immer enger um mich schließt.
Es wird Frühling, alles geht langsam aber stetig voran und alles wächst und gedeiht.
Irgendwann kommt er zurück, der Tunnel, er lauert hinter der nächsten Ecke, abe so lange sich alles ok anfühlt, genießen wir die Ruhe vor dem Sturm.

Freitag, 7. Dezember 2018

Stranger than fiction

Die neue Kita ist ein Traum. Beide freuen sich drauf und sind hochzufrieden. Das kannte ich so noch nicht.
So, nun sitze ich hier, seit Montag krank geschrieben. Eigentlich wollte ich nur meinen Husten endlich auskurieren. Dann fielen plötzlich Worte wie „ Erschöpfung“  und „ Zusteuern auf burn out “ und ich fiel aus allen Wolken. Na, ja, das gibts, aber ich doch nicht. Ich komme doch mit 5 Stunden Schlaf, der unterbrochen ist, aus und das bisschen Haushalt geht doch nebenbei und die Kids sind großartig. Und sind doch bloß 30 Stunden Arbeit. Tja. Bloß dies bloß das bloß alles. Mal sehen, ob die paar Tage Zwangspause was genutzt haben.
Wir versuchen, die Arbeitszeit umzuverteilen oder zu reduzieren und hoffen weiter auf andere Arbeit in der Nähe und vielleicht sogar sinnvoll.
Zugegeben, dass mir angesichts einer vollen Line die Tränen kommen hätte mir ein Hinweis sein können. Auch, dass die Eingewöhnung eine beinahe Punktlandung war und in die Woche vor Arbeisstart noch ein geklautes Portemonnaie, ein Autounfall und ein enger Verwandter im Krankenhaus kamen... das alles sorgte nicht dafür, dass ich entspannt in die Arbeitswelt starten konnte. Aber trotzdem.  Ich bin doch die belastbare, die immer noch was macht und nie klagt und so... tja. Seifenblase geplatzt.
Jetzt heißt es aufstehen, Krönchen gerade rücken und weiter machen.

Freitag, 21. September 2018

No rest for the wicked ones

Nun sind wir also schon ein Vierteljahr in der neuen Heimat und es ist immer noch endlos zu tun. Aber was macht das schon, irgendwann ist alles gut und alles schick.
Der Umzug war katastrophal aber das Basisziel, alles Sachen von A nach B, wurde mit Ach und Krach erreicht. Die Kinder sprechen nicht mehr vom „ neuen Haus“ sondern sagen „ Zuhause „. Also alles gut.
Die Zeit in der alten Kita ist fast rum, nur noch 5 Kitatage, und so, wie wir die letzten paar Wochen behandelt worden sind, bin ich nur traurig wegen der Leute, die wir seltener oder gar nicht mehr sehen werden, aber nicht wegen des Personals. Wenn ein vierjähriger Junge in Tränen aufgelöst fragt, warum ihn plötzlich niemand mehr in der Kita mag und alle gemein sind, dann läuft was schief. Bald vorbei...
Solche Dinge wie mal eben zum Feld gehen oder Obst aus eigenem Garten verarbeiten wirken noch total surreal und wie eine Art Big Brother Urlaub ohne Kameras. Stadtpflanze bleibt Stadtpflanze. Vielleicht fühlt es sich normal an, wenn in x Jahren die Enkel zu Besuch kommen, wer weiß.
Die Bewerbung als Quereinsteiger ist raus und wir harren der Dinge. In zwei Wochen schon werde ich anfangen, beide Kinder in die neue Kita zu geben. Nach vier Jahren Dauer-Mamasein ein echt komisches Gefühl. Alles ist im Umbruch,. Wie sagte neulich meine Ärztin? „ Sie müssen erschöpft sein, sie befinden sich gerade in der Rush Hour des Lebens mit zwei so kleinen Kindern.“ na dann.. ich hoffe auf einen Stau zum Verschnaufen, bevor das Arbeisleben auch noch los geht.
Never stop moving, folks ;)

Montag, 23. April 2018

Damn straight

Es ist zum verrückt werden. Einerseits ist es, als hätte ich einen Teenager zuhause, andererseits gibt besagter Teenie weder Windel noch Nuckel her und brauch noch ganz ganz viel Nähe ... oder dann gleich doch nicht... und doch wieder. Und Mama ist ein Blödkopf. Gerade die ultimative Beleidigung.   Die Kleine eifert dem Großen in allem nach. Auch im Rebellieren. Es wird, ganz sicher, die beiden sind toll, wirklich. Kein Tag vergeht, ohne dass sie mich verblüffen. Mir fehlt nur die Möglichkeit zum Akkus aufladen. Also alles wie immer, aber endlich ist es dabei grün.
Nun höre ich seit fast vier Jahren von allen möglichen Seiten, ich wäre zu inkonsequent, würde die Kids zu sehr verwöhnen und Ihnen aus Bequemlichkeit allen Willen lassen.
Dabei reiße ich mir sämtliche Gliedmaßen aus, beiße mich durch „ dein inneres Kind muss Heimat finden“ durch alle Gewünschtetes Wunschkind Veröffentlichungen und schufte wie ein Tier an mir und meinem Dachschaden, damit ich es schaffe, achtsam mit meinen Kindern umzugehen, sie ohne verbotene Gefühle groß werden zu lassen und so wenig wie möglich herum zu kommandieren. Dabei fühle ich mich immer ein wenig, als würde ich ihr Grab bespucken, weil ich sehe, was damals alles falsch lief, obwohl die Liebe sooo groß war. Bequem ist das ganz und gar nicht, im Gegenteil. Ich komme täglich an meine Grenzen und reiße sie ein, um mich dann doch in den Schlaf  zu weinen, weil mir mal wieder der Kragen geplatzt ist.
Dann gibt es wieder eine Stimme, die mir vorwirft, nicht genug für sie zu tun. Für die wundervollsten kleinen Monster der Welt für die ich auf der Stelle alles geben würde und ich möchte schreien: hier hast du sie, machs  besser! Natürlich würde ich sie nie hergeben. Ab und zu mal ein anerkennendes Wort von einem anderen Erwachsenen wäre schön , scheint aber eine utopische Erwartung zu sein.
Unterm Strich sehe ich die Liebe in den Augen meiner Kinder und das ist es mehr als wert.

Dienstag, 13. März 2018

Inside out

Irgendwie zeiht sich gerade alles wie Kaugummi und rast gleichzeitig dahin. Komisches Gefühl.
Der Umzug wird noch dauern, aber er kommt, ganz sicher, irgendwann, dieses Jahr noch.
Damit einhergehende Kita-Ummeldungs-Umzugswirrungen verfolgen mich nun schon mehrere Wochen und es nervt. Es nervt und fühlt sich sehr bescheiden an, kein Mensch zu sein, sondern eine Nummer und es fühlt sich noch viel, viel schlimmer an, dass dies auch für meine Kinder gilt.
Aber es ist wie es ist, wir sind alle nur irgnedwelche Nummern in irgendwelchen Verwaltungsapparaten und hamsterraden emsig vor uns hin. Schöne neue Welt.
Mit dem Bonus, der der Große dachte, er wäre in seiner jetzigen Kita nicht mehr willkommen und also nicht mehr dorthin wollte. Schwierig, ihm das Gegenteil zu vermitteln, wenn es sich doch wirklich ganz genau so anfühlt, egal was behauptet wird.

Wenigstens ist die Kälte überstanden und es gibt Schneeglöcklchen und Krokusse und ab und zu wärmende Sonne, sowie den wundervollen Geruch von spielplatzausgetobten Kindern am Abend. Alles wird gut, wie immer.

Mittwoch, 24. Januar 2018

In my head

I still recognize them, people like me, misfits, dreamers, bookworms, always a little out of space.Strangers that look familiar within the glimpse  of an eye,  wondering what this is all about. I thought being a wife and a mother, all that perfect society fit in stuff, would make me feel settled, would make me a part of it, perfectly fitting in. But it doesn‘t. If anything, I feel even more like a stranger, being kind  of symbiotic to my kids‘ feelings, as if they echo in me,deep down. Trying to rationalize all that overwhelming outbursts of pure emotion. Doesn‘t work, of course. So here I am, still the misfit, the rebel, the akward girl. Observing the others, seeing stories I don‘t have or take the time to write down. Seeing things just a little too different to make friends. Spinning on the edge, so thinking in english, if I can force myself to keep thinking in englisch, gives me a break, a break from thinking about my two precious, gorgeous kids and being their mom with every cell of my body, so now I‘m in my little bubble, escaping from reality, reading a few lines of a fictional novel or  watching some Supernatural , in englisch of course, while everybody else is sleeping. Always been a night person. Some things never change.

Montag, 27. November 2017

What do people do all day

Da ich es gerade ziemlich satt habe mich zu rechtfertigen, warum es nicht wirklich aufgeräumt ist und warum es nicht blitzblank ist, da ich es gerade ziemlich satt habe, die Frage zu beantworten was ich den ganzen Tag mache, jetzt da das Tochterkind schon so groß ist (knapp 1,5) und mein Papa täglich hier ist und ich immer noch nicht wieder arbeite, habe ich spaßeshalber mal einen Tag mitgeschrieben.

 3:15: Zwei Patschhändchen klatschen in mein Gesicht und das Tochterkind sagt verliebt:“ Mama“  sie ist hellwach, will spielen, ein Kuscheltier nach dem anderen muss schlafen gelegt werden und wir kuscheln und ich singe leise und hoffe auf weiteren Schlaf. Die Milchflasche ist nicht richtig, es muss die Fischflasche sein.
4: 23 Tochterkind schläft endlich wieder, ich bald auch.
6:00: Wecker vibriert, ich versuche mich aus dem Bett zu schleichen und ziehe mich an. Tochterkind wacht auf. Sie und ihr I Ah stehen mit auf, ich wickele sie und ziehe sie an, möglichst leise, um Mann und Sohn nicht zu wecken.
6:20 Kaffee machen, Frühstück machen, gepackte Brotboxen einpacken für die Männer. Tochterkind möchte Smacks. Ich setze sie in ihr Stühlchen und bringe ihr Smacks, mache das Frühstück ohne sie auf dem Arm zu Ende
6:45 beim Großen reinschleichen um den Mann zu wecken, der seinen Wecker nicht bemerkt hat.
Kaffee inhalieren.
7:15 Sohnemann wecken. Man ist vergnatzt und will „ für immer schlafen“ Also kuscheln und quatschen. Tochterkind und Mann kommen dazu, Sohnemann hat einen Nervenzusamnenbruch, weil seine Schwester ihren I Ah schon mit sich rumschleppt. Er wollte ihn ihr bringen. 7:33 : Mann muss dringend los. Schicke den Mann ins Bad und darf Sohnemann endlich waschen wickeln und anziehen, während das Tochterkind versucht, alle Windeln aus der am Boden stehenden Packung zu puhlen.
7:40 beide Kinder haben Frühstück und sind angezogen.
7:45 Mann verabschiedet sich. Ich ziehe dem Tochterkind  nebenbei schon mal Socken und Schneeanzug an und packe die Sachen für unterwegs, Kitarucksack, meine Tasche.
Dann helfe ich Sohnenann beim Anziehen. Er möchte Autos mitnehmen. Ich frage, ob er sich die Schuhe anziehen kann während ich Autos hole. Es klappt. Aber es sind die falschen Autos. Ich hole das richtige Auto und ziehe beide Kinder zu Ende an.
8:03 sind wir auf  dem Weg zur Garage. Tochterkind ist sauer, weil sie nicht die Treppe allein laufen darf. Sohneman möchte auch an die Hand.
8:13: beide Kinder sitzen im Kinderwagen und ich schiebe eilig Richting Kita, damit Sohnemann vor dem Morgenkreis noch Zeit für sein zweites Frühstück hat.
8:20 kommen wir an der Kita an. Er macht Quatsch h in der Garderobe, ich schwitze und versuche nicht ungeduldig zu werden während Tochterkind auf Entdeckungstour geht.

8:33 ist Sohnemann erfolgreich abgegeben. Tochterkind ist sauer, weil sie ohne ihren Bruder im Kinderwagen sitzen muss. Sie möchte Milch. Ich habe nur Saftschorle dabei, sie ärgert sich kolossal. Zum Glück haben wir I Ah dabei.
8:55 wir kommmen im Center an, ich kaufe ihr ein Rosienenbrötchen.
Wir gehen in den Supermarkt, sie verlangt „ Mama Arm“. Ich habe den großen Doppelkinderwagen und muss einkaufen, kein Arm. Tochterkind eskaliert, weil ihr Armbedüefnis nicht erfüllt wird. Schnellschnell bezahlen und Bestechungsquetschie geben. Dann geht es noch zu dm, dann wieder zur Garahe. Jetzt nehme ich sie auf den Arm. Sie möchte laufen.
9:23 sind wir und die Einkäufe in der Wohnung angekommen. Tochterkind hilft Auspacken. Und will nicht gewickelt werden. Ich lasse sie auspacken und starte die erste Wäsche.
Sie will alle Toilettenpapier zum spielen und wirft die eine angebotene erbost weg. Wir müssen wickeln und es ist ein Drama.
9:45 beginne ich, den Bastel- und Malmüll aus dem Kinderzimmer zu entfernen. Tochter findet in- die- Tüte-Werfen spannend und macht mit. Ich sortiere wieder aus und stelle den Müll weg. Die Wäsche muss von der Leine, sie will wieder helfen.
10:23 Opa kommt und hat Erbseneintopf mitgebracht. Tochter will weiter Mama helfen. Opa wird mit Ablehnung   begrüßt. Ich unterbreche das Zusammenfalten der Wäsche, um mit ihr zu spielen und ihr Bedürfnis nach Aufmerksamkeit zu erfüllen. Wir kneten. Opa darf nach ein paar Minuten übernehmen.
10:45 Wäsche kann in die Schränke verteilt werden.
10:50 erwärme ich den Eintopf und sprühe den Ofen ein, der vom Vortag dank Entenbraten unbenutzbar ist. Ich bringe die Wäsche in den Trockner, starte eine zweite Wäsche, räume das Frühstück weg und wasche die Nachtflaschen ab. Dann putze ich den Ofen.

11:15 gibt es Mittagessen.
11:35 Tochterkind muss Gesicht und Hände gewaschen bekommen und wird dann einschlafbegleitet. Sie möchte Milch. Sie möchte Saft. Ich singe und kuschele.
11:55 ist sie eingeschlafen. Ich esse, räume das Mittagessen weg und wasche ab.
12:43 rumort das Tochterkind und schläft auf mir noch einmal ein.
13:30 Tochter ist wach und hungrig, es gibt Obst und Kekse und Kaffee für Mama und Opa. Die Wäsche muss aus dem Trockner und die 2. Wäsche auf die Leine. Tochter will mithelfen und räumt jeden einzelnen Fussel aus dem Trockner.
Opa soll nicht spielen. Ich komme mit spielen und Opa darf übernehmen. Ich räume die Wäsche und den Rest Abwasch weg.
14:45 ich muss los, Sohn abholen und verabschiede mich von Tochter. Sie bleibt mit Opa zuhause.
Auf dem Weg zur Kita muss ich noch einmal zu dm, Feuchttücher am Morgen vergessen.
15:15 Sohn erfolgreich eingesammelt. Er möchte auf den Schultern nach Hause getragen werden.
15:30 komme ich schweißgebadet mit Sohn auf den Schultern en in der Wohnung an. Wir ziehen uns aus und Tochterkind kommt strahlend angerannt und umarmt mein linkes Bein. Es gibt Snacks für die Kinder und den Rest kalten Kaffee für Mama.
16:00 sind wir im Kinderzimmer angekommenen. Opa darf nicht mitspielen. Mama soll mit Sohnemann Bahn spielen und mit Tochterkind Buch angucken. Also baue. ich buchblätternd mit Tochter auf dem Schoß krakenarmmäßig die Bahnstrecke um. Die Kinder finden das so mittel. Opa darf jetzt mitspielen und ich kann Tochter richtig vorlesen. Sohn spielt jetzt Autos und Tochter wil machen was ihr Bruder macht. Wir einigen uns auf Memory mit Anlecken für Tochter erlaubt und Sohn kann ungestört weiter spielen.
17:30 ich ziehe mich in die Küche zurück und mache Abendessen und Brotboxen fertig.Tochterkind kommt hinterher, also mache ich alles mit ihr auf dem Arm.
18:00 gibt es Abendessen.
18:30 : der Mann kommt nach Hause und wird freudig begrüßt.
Das Tochterkind und ich sagen Gute Nacht und gehen aufräumen. Ich lege Kleidung für den nächsten Tag raus, räume Spielzeug ein und mache die dann bettfertig. Sie möchte selbst Zähneputzen, was nicht so gut klappt, ich habe zwei Zahnbürsten, damit ich heimlich mirputzen kann.
Wir gehen ins Bettchen, kuscheln, lesen ein Buch vor, ich singe für sie, sie darf Milch trinken, Nuckel und I Ah sind dabei. 19:35 ist sie eingeschlafen. Ich schleiche mich raus und räume das Abendessen weg, mache die Nachtflasche für Sohnemann und schon mal ein bisschen Abwasch.
19:50 gehen Sohnemann und ich Wickeln und Zähneputzen, es muss der Schlafanzug mit den Autos sein, noch einmal lüften, eine schnelle Runde Eisenbahn, zwei Bücher, trinken, ich soll ein Schlaflied singen. Nein, ein anderes.
Papa kommt Gute Nacht sagen.
21:10 Sohnemann schläft.
21:34 Tochterkind weint, Nuckel.
Der Mann hat mittlerweile den Rest abgewaschen.
21:40 Feierabend vor dem TV.
22:23 Tochterkind weint. Gute Nacht.

So ist es eben. Die Tätigkeiten sind variabel, aber fühlbare Zeitfenster rar. Dafür gefüllt.mit jeder Menge Liebe. Und Müdigkeit. Aber auf jeden Fall Liebe.







Before we meet again

 Meine Klasse ist toll, mein Leben ist voll, so richtig voll, so, dass ich im Prinzip nur reagiere. Aber das ist ok, ich bin zufrieden, da, ...