Montag, 3. April 2023

You haven`t seen the last of me

 Osterferien.

Ferien. Also Seminarbeitrag schreiben, Fortbildungen anschauen und trotzdem noch Zeit haben. Tatsächlich ist ab und zu noch ein wenig Tag übrig. Für ein paar Seiten lesen ohne dass es zum Lernen gehört, für ein paar Momente Kinder pur, ganz bei ihnen sein.

Für gesundes, selbst gekochtes Essen, Beete in Schuss bringen und frische Luft. Für Fitness und Haushalt. Für Gespräche. Für ein paar Momente allein.

Soweit der Plan. Mal sehen, wie das wird. Trotz phänomenaler erster Hospitation und ganz vielen liebenswerten Schülerreaktionen nicht zu wissen, wie es nach dem 31.7. weiter geht macht mich hintergründig ein wenig wahnsinnig und verhindert vermutlich die vollständige Entspannung. Aber heute ist Tag eins, also mal abwarten, was die 14 Tage mit Ostern mittendrin so bringen. Nach wie vor vergesse ich alles um mich herum, wenn ich unterrichte und es gibt dann nur meine Schüler und mich. Empathie und Fokus ist also vorhanden.

Et kütt wat kütt.

Zu wenig Zen für zu viele unbeeinflussbare Umstände, aber wir bemühen uns. Und tun, was wir immer tun, ganz oder gar nicht.

Carry on my wayward son...

Montag, 7. November 2022

Someone to remember me

 Seit dem 25.9. bin ich frei. Frei von meiner bisherigen Arbeit und ins kalte Wasser des Seiteneinstiegs gesprungen. Kopfüber mitten in eine Grundschule hinein. 

Ja, es ist anstrengend, ja, es ist viel und ganz anders, aber ich fühle mich, als wäre ich endlich ich. Wenn ich unterrichte, existieren nur ich und meine Schüler, wenn ich mich mit all den kleinen und großen Störungen arrangieren muss, wachsen wir aneinander. Wenn ich mit „ meinen“ DAZ Schülern lache, weil wir uns gemeinsam so sehr über die kleinen Fortschritte freuen, bin ich einfach bei mir. Es fühlt sich alles richtig an und ich langweile mich keine Sekunde.

Es gibt noch tausend Hürden, der Weg zur Gleichstellung mit studierten Lehrern ist noch lang, aber das ist mir egal. Ich möchte nichts anderes mehr machen. 

Wenn dann mein innerer Quälgeist hämisch flüstert „ Hättest du von Anfang an auf Lehramt studiert“, bringe ich ihn zum Schweigen. Denn:Wie cool ist das denn bitte, den Beruf zu finden, der sich einfach nur richtig anfühlt? Es ist alles genau richtig gelaufen, weil ich sonst nicht ich wäre und vielleicht etwas anderes mein Ding wäre.

Niemals zu alt für einen Neuanfang, Baby!

Freitag, 19. August 2022

Show must go on

 Heute habe ich also zum letzten Mal eins meiner Kinder in die Kita gebracht. Ab morgen habe ich zwei Schulkinder. Wow, das ging schnell.

Mein unglaublich starkes, wildes, sensibles, blitzgescheites und sehr verträumtes Mädchen ein Schulkind...sie wohnte doch gerade eben noch 24/7 auf mir und lernte vorhin laufen und allerhöchstens gestern lesen. Mein Baby...ein wenig wehmütig ist mir schon, aber das muss wohl so sein. Wieder ein Stückchen mehr Loslassen, aber vorher auf jeden Fall nochmal gaaanz lange festhalten bis alle Liebestanks randvoll sind für den neuen Schritt, den sie allein gehen muss.

Mal sehen, wie das unseren Alltag umkrempelt, ich bin da ein wenig nervös. Große Veränderungen waren ja schon immer total mein Ding,

Meine kleine Pusteblume, du wirst das rocken, wie bisher alles.

Donnerstag, 30. Juni 2022

Der böse Wolf

 This is one of these days when I just want to go back to being the rebellious, extremely shy  and sharp thinking teenage girl again, dye my hair blue or purple and put my piercing back in. Just painting or writing all night and not care about the next day or the following week.

Just to have a looooooong break from being this highly functional momma-machine with additional work. Just having some space to breathe.

Aber Urlaub steht vor der Tür und im Sommer ist ja sowieso alles besser als ohne Sommer. So per Definition. Sehnsucht nach Meeer....

Dienstag, 7. Juni 2022

No rest for the wicked ones

 Noch ein paar Wochen, dann habe ich zwei Schulkinder, noch ein paar Stunden, dann habe ich einen anderen Job. Alles ändert sich und bleibt doch rahmenmäßig gleich. Noch immer von zuhause für mich, noch immer kurze Nächte und viel Körperkontakt benötigt. Und doch, die Abnabelung beginnt, und es fühlt sich gleichzeitig gut und furchtbar an. Ich vermisse meine Babies und bin stolz auf meine Kinder, auf ihre Entwicklung, auf ihr Wesen, vielleicht wird der Sommerurlaub die dringend nötige Pause und das Berappeln auf Status Hier und Jetzt bringen, um die Tage genießen zu können, anstatt ihnen hinterher zu hetzen. Bald wird Sommer sein, und alles wird wie immer am Ende gut.

Montag, 29. November 2021

The Carny

 Alle Jahre wieder...nun ist es wieder so weit, keine Präsenzpflicht mehr, Inzidenzen vom anderen Stern und Home-alles für fast alle von uns. Für mich erst vielleicht hoffentlich ab Nikolaus. Wer weiß. Alles ist ein Kampf, alles fühlt sich an wie eine riesige Partie Battlechess, bei der am Ende eh alle platt gemacht werden. Aber Hauptsache Weihnachtsschmuck und Kerzenschein und ein bisschen Gemütlichkeit. Die Stimmung ist ambivalent. Einerseits sind die Knirpse ganz froh über ein wenig Nestschutz, andererseits werden die Kameraden schmerzlich vermisst. Und der Input. Und der Tapetenwechsel. Das alles an Tag eins. Dann stolpern wir also durch die nächste beängstigende Welle ins neue Jahr und versuchen, so viel Schönes wie möglich hinzubekommen. Mal wieder.

Nun wackeln bei beiden Zwergen die Zähne und das gemeinsame Spiel ist ein Minenfeld mit sekündlich wechselnden Launen. Von " Ich liebe dich über alles" zu "du bist der/die Schlimmste der Welt" liegen nur Sekundenbruchteile und meine diplomatischen Fähigkeiten sind irgendwo auf der Strecke geblieben. Meine Wenigkeit ist dank Medikation entweder himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt und sowieso und ohnehin auf Notaggregat laufend. Aber das wird schon, wird ja immer. Wenn das Homeoffice nur endlich in trockenen Tüchern ist vergeht auch bestimmt dieses blöde Gefühl, nicht das, was von mir erwartet wird leisten zu können, ohne die Gesundheit meiner Kinder zu opfern. Alles wird gut, wie letztes Jahr und irgendwann werde ich das auch ernst meinen können.

Donnerstag, 11. November 2021

Life is a Cabaret

 Don‘t let them see that you are exhausted.

Don‘t let them know that you are hurt.

Don‘t show your soul to everyone.

Don‘ t let them know that you are stronger

Stronger than they think.

Just show them your best show.

Donnerstag, 5. August 2021

Almost over

 Lockdown Leben light. Letzte Ferienwoche für die Zwerge und erste Arbeitswoche für mich. Es scheint noch immer endlos. Selbst die geliebte Ostsee hat nur ein klitzekleinwenig geholfen, aber immerhin.

Gerade gestern gab es so einen Moment. Ich schaute mein Mädchen an. Schon so groß. Schon 5. So alt, wie ihr Bruder war, als Corona ihre Kindheit auf Eis legte. Und dabei noch so klein. Immer noch unterbrochene Nächte, immer noch ganz viel Mamaklammern. Dank der riesiegen Unsicherheit seit knapp 2 Jahren. Schulstart in Etappen für meinen Jungen und all das, worüber alle Eltern sich zur Zeit sorgen.

Silvester war ich noch vorsichtig optimistisch, dass es irgendwie irgendwann wieder normal wird. Nun sitze ich hier, vollständig geimpft und die Sorgen sind die gleichen. Weil es nach wie vor keine Luftfilteranlagen gibt, nach wie vor kein umfassendes Konzept für Schulen und Kitas, nach wie vor Kindheiten, die vor die Hunde gehen. Wenn ich so zurückdenke, wie lang und breit in der Kindheit ein Jahr war, von Sommerferien zu Sommerferien, das war eine unvorstellbare Menge an Zeit. Die Vorstellung, dass meine beiden diese unglaublich lange Zeit stark begrenzt erlebt haben, tut weh. Meine Kleine war das erste Mal seit langem wieder mit im Supermarkt. Vermutlich wusste sie gar nicht mehr, wie sowas aussieht, denn sie fragte mich mitten in der Gemüseabteilung, wo denn nun die Kinderkleidung hängt. Mal ganz abgesehen von der fast schon Phobie vor neuen Kontakten  des Großen. Natürlich bin ich dankbar, dass wir noch alle Großeltern, die vor der Pandemie da waren, weiterhin haben und wir alle glimpflich davon gekommen sind, doch der Preis ist schon recht hoch.

 Aber nun ist erstmal Sommer und um es mit Ronja Räubertochter zu sagen: " Das ist ein stürmischer Sommer, aber es wird besser".

Freitag, 28. Mai 2021

Into the wild

 So langsam aber sicher kommt die Wärme und die Hoffnung und mehr draußen ist ohnehin immer gut.

Dass wirklich ehrlich echt wieder täglich Schule sein wird glaube ich erst, wenn ich es sehe. Nahezu die gesamte erste Klasse lang zuhause zu sein ist kein besonders toller Start ins Schulleben, aber das wird schon. Irgendwie..

Ab und zu gibt es nun sogar Verschnaufpausen, ganz kleine, obwohl gerade zwei ziemlich kranke Kinder um mich rum liegen, während ich das schreibe. Aber fast schon wieder gut. 

dank eines neuen Laptops, der seinen Weg zu mir gefunden hat, denke ich sogar wieder über Schreibdinge nach, genauer, über die Ohrläppchen- Sache, die nun schon seit Jahren in meinem Kopf hin und her schwirrt und mal raus muss. Wenigstens etwas davon. Mal sehen, ob das wirklich voran geht. Noch muss Office noch hier drauf, dann kanns theoretisch los gehen.

Wenn ich eins von der Pandemie gelernt habe dann, dass ich das mit dem Lehramt besser nicht versuchen sollte. Zumindest nicht bei biologisch mit mir verbandelten Personen und nicht nebenbei. Die Geduldsfäden sind kurz, die Motivation ist im Keller. Wird Zeit, dass wieder die Profis dran sind.

Die Welt wird sich weiter drehen und vielleicht wird es sogar ein wenig Ostsee in diesem Sommer geben. Mit ein wenig Glück. Die ersten Spritzen sind gespritzt und die ersten Umarmungen darf es wieder geben. Haltet durch, ich vermisse euch, ihr ausgewanderten und zwangsweise nicht-Besucher. Bis ganz bald.


Mittwoch, 17. März 2021

Lost on you

 Es scheint endlos. Immer wieder neue Verzögerungen und kein Ausweg. Ich bin so verdammt müde. Immer da sein, immer kümmern, immer umsorgen. Ohne Pause und parallel zur Arbeit, zum Haushalt und was ist überhaupt mit uns Erwachsenen? Wieviel „ wir“ ist noch übrig in dieser seltsamen Spirale aus funktionieren und ständiger Sorge?

Wenigstens wird Frühling und die Spielplätze sind nicht geschlossen. Immerhin. Wieviele Kindergeburtstage werden noch nicht gefeiert? Wie oft werde ich noch alles ertragen, was aufgrund ständiger halbherziger Aufmerksamkeit mit voller Wucht auf mich einprasselt? Wieviele Vertröstungen noch, bis es wieder einen sorglosen Alltag gibt? Ohne Gedanken darüber, wie viele Leute wo sind und welche Kinder mit unseren wo zusammentreffen könnten oder dürfen, je nachdem. Jede Faser von mir ist müde. Jedes letzte bisschen Kraft wird Tag für Tag aufgezehrt. Und dann machen wir trotzdem weiter, weil wir müssen, weil es keinen Ausweg gibt. Weil es trotz allem mal schöne Erinnerungen geben soll. Weil wir schon so weit gekommen sind, ohne dass wir jemanden verloren haben. Bleibt tapfer, ihr rockt. 

Dienstag, 15. Dezember 2020

Dancing in the dark

 Wir sind vorbereitet.Vielleicht.Hoffentlich.Wir rasen volle Pulle und mit null Energiereserven in den nächsten Lock Down. Diesmal inklusive Beschulung zuhause. Zum Glück habe ich ab genau jetzt frei und kann zumindest bis nächstes Jahr voll und ganz Mama sein und hoffentlich nicht zusammenbrechen.

Stille Nacht.

Ein sehr runtergeschraubtes Fest mit umso mehr Konsum wird hoffentlich infektfrei über die Bühne gehen. Die Zwerge sind so tapfer, machen alles mit, sagen zu allem ja und fluchen inbrünstig auf Corona, was sie von Herzen gern dürfen, so viel sie wollen: Ich höre weg oder mache mit, je nachdem.

Das Virus scheint überall an der Tür zu kratzen. Passt auf euch auf, alle zusammen. Wobei es mich kolossal wütend macht, dass wir wegen ein paar Gesäßprimaten, die sich schlechter als meine Vierjährige an ein paar Regeln halten können, wieder so tief in der Tinte sitzen, wie wir es nun tun. Aber auch das wird vorüber gehen und nächstes Weihnachten findet hoffentlich wieder mit der ganzen Familie und mit allen verbleibenden Großeltern statt.

Augen zu und durch.

Before we meet again

 Meine Klasse ist toll, mein Leben ist voll, so richtig voll, so, dass ich im Prinzip nur reagiere. Aber das ist ok, ich bin zufrieden, da, ...